Airlines erwägen Verkauf von Knieschonern

Die zur wirtschaftsförderlichen Gewinnmaximierung notwendig engen Bestuhlungen vieler Airlines bereiten Menschen ab einer Körpergrösse von 170 cm nicht unbeträchtliche Probleme. Eine Lösung zeichnet sich ab.

Nachdem eine Reihe von Kniescheibenquetschungen zu teuren Schadensersatzzahlungen führten, sollen Passagiere in Zukunft aufgefordert werden, sich Knieschonkissen zu kaufen. Getestet werden diese zur Zeit auf der Strecke Mallorca-München und Barcelona-London. Air Mallorca und Air Britannien konnten keine Stellungnahme abgeben; ihre Pressesprecher befinden sich samt und sonders in den Ferien.

Anonyme Tests

Eine anonyme Versuchsperson trug gestern auf ihrem Testflug ein Kissen von Armani und eines von Lidl: «Das wunderschön in Samt gefasste Kissen von Armani in elegantem blau ist eine Idee weniger komfortabel als das gelb-blaue von Lidl, aber Schönheit muss auch hier wieder einmal leiden.»

Auf die Frage, welches Kissen er denn nun bevorzuge, antwortete der männliche Tester: «Bei einer Geschäftsreise natürlich die schöneren und etwas teureren Armanikissen. Bei Privatreisen die von Lidl.»

Massenproduktion angelaufen

Mit der Herstellung der diversen Modelle soll ein chinesisches Unternehmen beauftragt worden sein. Man geht von einem Endverbraucherpreis zwischen 8,99 Euro und 43,45 Euro aus. Eine Reihe von Unternehmen haben dem Vernehmen nach bereits Hunderttausende für diese neue und einmalige Werbechance bezahlt. Zunächst sollen nur eine knappe Million dieser in ihrer Haltbarkeit auf zwei Flüge ausgelegten Knieschonkissen produziert werden sollen.

Grosse Werbechance

Die Industrie sieht grosses Werbepotential, denn viele Reisende werden die Knieschonkissen bereits vor dem Boarding an ihren Knien befestigen. Ein engagierter Unternehmer erklärt: «Wenn Tausende von Knieschonern mit unserem Firmenlogo durch die Airports dieser Welt laufen, dann ist das auffallender als die Werbung in einer Zeitschrift.» Der Chef einer Restaurantkette meint: «Wenn man unsere Hamburger auf den Knien trägt, dann wird man hungrig auf unsere Delikatessen.» Ein Priester sagte unserem Reporter spontan: «Machte man diese Kniekissen ein wenig stabiler, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Menschen auch auf Flughäfen wieder spontan auf die Knie gehen und den Herrn um seinen Beistand bitten.»

KnieScheiGes erfreut

Der Verband der Kniescheibengeschädigten (KnieScheiGes) begrüsste dieses proaktive Vorgehen der Fluggesellschaften: «Der Slogan ‚Mei Knie ist hie!‘ könnte bald der Vergangenheit angehören. Allerdings fordern wir, dass die Kosten für die Kniekissen von den Krankenkassen übernommen werden.»

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Bild: Knie eines Vielfliegers, der Schadensersatz im sechsstelligen Bereich erstritten hat.

Versicherer sehen Gutes

Vom Verband der Krankenversicherern sagte ein Pressesprecher: «Wir können uns vorstellen, diese gesundheitsfördernde Massnahme zu unterstützen. Allerdings wird bei uns intern diskutiert, ob grössere Menschen in Zukunft nicht eine höhere Krankenkassenprämie entrichten sollten.»

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