Gesundheitsminister planen Promillegrenze für Fussgänger

Wie die Süddeutsche Zeitung am 21. Mai 2013 um 14:13 Uhr berichtet, sollen die Promillegrenzen für Radfahrer sinken. Was die Ministerkonferenz der Öffentlichkeit allerdings verschweigt, liegt dieser Redaktion in einem vertraulichen Bericht der parallel stattfindenden Gesundheitsministekonferenz vor: Die Promillegrenze für Fussgänger.

Gaststättenbesitzer einbinden

Bei ihrem Vorschlag setzen die Gesundheitsminister auf die Mitwirkung von Alkohol ausschenkenden Betrieben. Diesen solle zunächst auf freiwilliger Basis empfohlen werden, bei Eintritt eines Gastes dessen Alkoholspiegel zu messen und daraus ableitend seinen maximal zulässigen Alkoholkonsum zu errechnen. So ergäbe sich pro Besucher und Besuchsdauer ein gesamthaft statthafter Alkohohlkonsum. Noch während der Bestellung errechnet das Gerät des Obers den daraus voraussichtlich resultierenden Alkoholpegel nach dem Konsum und macht gegebenenfalls automatisch Gegenvorschläge.

Dokumentation auf der Rechnung

In die EDV Abrechnungssysteme der Gastronomen sollen diese Daten eingespeist und dem Gast bei Bezahlung dann ausgehändigt werden. «Wir nennen dies ‚verantwortungsvolle Bewirtung‘,» sagt unsere anonyme Quelle im bayerischen Gesundheitsministerium. «Zudem könnte dieser Beleg auch bei Fussgängerkontrollen vorgewiesen werden. Er wäre amtlich besiegelt».

Natürlich sei man auf massiven Protest der Gastrobranche  gefasst, aber im Notfall «können wir die Lizenz zum Alkoholausschank mit der Einhaltung dieser Vorschrift koppeln». Auch eine Aufweichung des Gesetzes, dass mindestens ein alkohohlfreies Getränk das billigste Getränk im Angebot sein muss, könne man sich vorstellen. «Das würde einen Anreiz darstellen, mehr Wasser für teures Geld zu verkaufen und damit eventuelle finanzielle Einbussen auszugleichen.»

75.000 Tausend Tote pro Jahr

Jährlich sind in Deutschland fast 75.000 Tote aufgrund exzessiven Alkoholkonsums zu beklagen. Zu den vorliegenden Insiderinformationen möchte die Sprecherin des Ministeriums in München allerdings keine Stellung nehmen. Nicht einmal ihr «keine Stellungnahme» sollen wir wiedergeben dürfen, was wir aber soeben gleichwohl getan haben. Investigativer Journalismus verpflichtet.

«Was ich Ihnen aber sagen kann,» so Pressesprecherin Natascha Grünpeter, «ist, dass unsere Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung zunimmt. Es gibt Fälle, da können sich Mitbürger vor übermässigem Alkohohlkonsum keine rechte Kleidung mehr leisten und liegen im Sommer plan- und nutzlos dünnbekleidet oder nackert in den Parks unserer schönen Landeshauptstadt.»

Warnung des VDAH

Vom Verband deutscher Alkoholherstelle und Verbrarbeiter gommen markike Worte: «Das isch nischt der Schtil in einer Demogradie. Wir wehren unsch gegen die Beschnittung der gründlichen Rechte der Bürgerer und behalten unz Massnahmen vor.» Welsche Mastnahmen vorgeseht sint, wolle man noch nichtig verraden.

Die Redagsion hält sie, verehrtes Lesertum, weider auf dem Laufenden.

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