Krokodilhandtaschen nur vom eigenen Krokodil

Mit dieser Forderung prescht der amerikanische Verband der Freunde von Krokodilleder vor. C.R.O.K. nutzt den aktuelle Medienwirbel um die amerikanische Talkmasterin und Geschäftsfrau Oprah Winfrey.

Interessenten für Krokodillederhandtaschen oder -bekleidung sollen demnach auf einer Farm des Verbandes  in Florida je nach Bekleidungs- oder Accessoirewunsch zwischen ein bis sieben Krokodile kaufen, die dann per Ohrklip als ihr Eigentum gekennzeichnet werden.

C.R.O.K. unterhält im Städtchen Crocosand nahe den Everglades in Florida eine grosse Krokodilfarm. Statt wie bisher nur die Industrie zu beliefern, sollen die zukünftigen Träger von Krokodilbekleidung eine besondere Verbindung zu den Tieren aufbauen, die später verarbeitet werden:

Oprah Winfrey Auslöser

Ausgelöst wurde diese Initiative und Erweiterung des bestehenden Geschäftsmodells zur einen Vorfall an der Zürcher Bahnhofstrasse, als die US-Talkmasterin Oprah Winfrey angeblich eine teure Krokodiltasche nicht gezeigt bekam.

C.R.O.K. Geschäftsführer John Anston erklärt auf Anfrage: «Wenn Sie sehen, mit welcher Hingabe wir diese mächtigen Reptilien artgerecht aufziehen, dann entwickeln sie zu ihrem Kleidungsstück, ihrem Portemonnaie, ihren Schuhen oder ihrer Handtasche eine aussergewöhnlich intime Beziehung.»

Überzeugendes Unternehmenscredo

Auf den Internetseiten von C.R.O.K. wird der Firmenname auch als „Unser Credo“ bezeichnet:

«Unser Firmenname ist uns Verpflichtung:

Care: Der Kunde soll an der Aufzucht seiner Krokodile Anteil nehmen, indem er uns bezahlt und sich durch persönlichen Besuch oder unsere Videokameras vom Wohlergehen seiner Tiere überzeugt;

Reproduce: Bevor wir sein Krokodil zur Handtasche verarbeiten, soll sein Tier für Nachwuchs sorgen. Damit demonstrieren wir die Nachhaltigkeit und Sorge für die Umwelt.

Order: Je nach Anzahl und Grösse der Tiere nehmen wir Bestellungen entgegen, was daraus gefertigt werden soll. Basierend auf der Messung zu jeden gewünschten Zeitpunkt, kann der Kunde mitverfolgen, wie seine Optionen wachsen: Vom Portemonnaie, über die Brieftasche, die kleine Tasche, die Schuhe, den Rock oder den Mantel (bedarf mehrer Krokodilen und längerer Warte- bzw. Wachstumszeit).

Kill: Bei diesem Schritt muss der Kunde nicht anwesend sein, auch wenn es gegenüber dem Tier eine nette Geste wäre.

Diverse Tierschutzorganisationen begrüssen diese Initiative und hoffen, dass man sie bald auch auf Tiger und Elefanten ausweite, um der Wilderei in Afrika entgegenzuwirken.

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