Musik ist nichts wert

So weit kommt es noch, dass Musiker bezahlt werden wollen, wenn ihre Musik in Fernsehproduktionen genutzt werden soll. Ein Beispiel dieser habgierigen angeblichen „Künstler“ ist Whitey. Aber seine Kunst besteht vor allem aus übersteigertem Egoismus, Geldgier und schonungsloser Rechthaberei. Ob er dabei Menschen verletzt, scheint ihm egal.

Arme Zoe läuft ins offene Messer der Habgier

Am Anfang steht die harmlose Email der britischen Fernsehproduktionsfirma Betty . Zoe fragt den Künstler höflich an, ob sie eines seiner Stücke benutzen dürfen.

Letter from Betty productions

Letter from Betty productions

Der Hinweis, dass man für die Musik leider kein Budget habe, zeugt von einer Offenheit  der Produktionsfirma, welche man selten antrifft. Und wenn unsere Recherchen stimmen, dann weiss Zoe mit Zahlen umzugehen. In einem Profil, welches mit 93,2% Sicherheit dieser bildhübschen Frau zuzurechnen sein dürfte, steht neben vielen anderen Fähigkeiten: «Handling and reconciling petty cash, credit card expenses, creating PO’s using PMI.»

Unser Versuch, herauszufinden, auf welchem Lohnniveau sich Zoe, die Produktionskoordinatorin bewegt, führten leider zu keinem Erfolg. Es steht allerdings zu vermuten, dass sie ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten kann.

Die dezidierte Höflichkeit des Anschreibens, welches auch auf die Bedürftigkeit des Unternehmens hinweist, sollte jedem rechtschaffenen Musiker Pflicht sein, durch einen grosszügigen Schenkungsakt am Überleben der Firma und auch dem von Zoe mitzuwirken. Zudem ist das Fernsehen für Künstler eine immer wiederkehrende Gelegenheit, Werbung für ihr Schaffen zu machen.

Wer ist Whitey?

Der Musiker Whitey allerdings reagierte zornig. Wer derart reagiert, der gehört vorgestellt: Zunächst verstellt sich der Musiker aus London schon mit seinem Namen, heisst er doch in Wirklichkeit Nathan Joseph White. Seine Musik ist, naja: https://myspace.com/hellowhitey/music/song/send-out-the-clowns-66877600-73353571

Besagter White, eine zweifelhaft Seite auf Wikipedia enthüllt mehr über diesen jungen Mann, schrieb eine an Dreistigkeit nicht zu überbietende Antwortmail auf die freundliche Anfrage. Es sei eine Frechheit, von ihm kostenlose Musik zu verlangen, nur weil er davon lebe. Er behauptet weiterhin, ein professioneller Musiker zu sein und zitiert als Abnehmer seiner Musik u.a. Coca-Cola oder Visa. Auch behauptet er, Musik für Fernsehserien wie Breaking Bad oder Sopranos geliefert zu haben. Aber wir wissen ja, wie geduldig das Internet ist.

Der schändliche Brief

Hier nun ungekürzt die schändliche Mail von Whitey an Zoe. Dass er ihr damit den Tag verdorben haben dürfte, wird ihn kaum belastet haben:

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Bleibt nur zu hoffen, dass Whitey noch rechtzeitig zur Vernunft kommt, und der armen Betty Productions sein musikalisches Werk kostenfrei überlasst.

Fazit

Seien sie auf der Hut, wenn Musiker, Schreiberlinge oder Schauspieler Geld für ihre künstlerischen Leistungen verlangen. Und seien sie versichert: Wenn sie im Kaufhauslift irgendwelche Musik hören, dann macht das die Waren im Kaufhaus nicht teurer. Wahrscheinlich wurde diese Musik ja von verständnisvollen Musikern gespendet.

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