Palästinenser – Menschen zweiter Klasse

Schäm Dich Deutschland!

Eine Polemik

Der Aufwertung Palästinas in einen Beobachterstatus in diesem November 2012 bei der UNO will die deutsche Bundesregierung nicht zustimmen. Niemand schämt sich. Niemand wird rot.

Das geschundene palästinensische Volk, Unzählige vertrieben, getötet, enteignet, Dörfer von der Landkarte ausradiert, sitzt leider nicht auf Ölreserven wie das Scheichtum Kuweit. Diesem standen die USA und eine grosse „Koalition der Willigen“ bei, als Saddam Hussein seine düsteren Kriegsspiele trieb. Aber wer „will“ denn schon Palästinenser?

Palästinenser und Indianer

Aussenministerin Hillary Clinton wird in Spiegel-Online zitiert mit: „Ich habe oft gesagt, dass der Pfad zu einer Zweistaatenlösung, die die Hoffnungen des palästinensischen Volkes erfüllt, über Jerusalem und Ramallah führen muss, nicht über New York.“ — Mit einem Satz macht die Noch-Aussenministerin Jerusalem zur Hauptstadt Israels. Diesen Anspruch erheben allerdings auch die Ureinwohner der dortigen Region – die Palästinenser. Vielleicht denkt Frau Clinton ja an die Art und Weise, wie ihre Vorfahren die Indianer zur Abschlachtung freigaben … Und die Israelis machen mit der Enteignung der Palästinenser weiter. Sie nennen sich Siedler, aber sie sind Besatzer. Verstossen gegen internationales Recht. Doch die USA finanzieren den israelischen Machtapparat grosszügig.

Setzten sich die USA für die Freiheits- und Bürgerrechte der Palästinenser so ein, wie sie es für andere tun, dann wäre das Nahostproblem schon längst gelöst.

Deutsche Feigheit

Und Deutschland? Mit Ausflüchten, der sogenannte Friedensprozess dürfe nicht noch weitere negative Belastungen erfahren, wird Deutschland dem Antrag Palästinas nicht zustimmen.

Und statt den israelischen Partner in die Schranken zu weisen, ihn mit Sanktionen zu belegen, weil er UNO Resolutionen missachtet ( zum Beispiel die Resolution 242 des UN Sicherheitsrates), sich nicht nur nicht aus den besetzten Gebieten zurückzieht, sondern sich dort dauerhaft niederlässt, wird weiterhin so getan, als sei Israel eine ganz normale Demokratie in einem normalen Umfeld. Ist es aber nicht.

Zudem muss die schleichende Ausrottung eines Volkes fernab von der Heimat ja nicht betroffen machen. Die Palästinenser sind doch selber schuld, dass sie sind, wo sie sind. Können ja in die Wüste Sinai. Oder gleich auf den Berg Sinai. Hat doch anderen in der Vergangenheit auch schon gut getan. Vielleicht werden sie dann ja erleuchtet, wie sie sich den Israelis angemessen unterwerfen sollten.— Manchmal will mir scheinen der deutsche Schuldkomplex ob der Judenvernichtung in Hitlers Deutschland macht die Regierenden blind und lähmt sie. Vielleicht haben sie auch Angst, dass man ihnen Judenfeindlichkeit vorwürfe, wenn sie den Palästinensern zur Seite stünden. Dabei sind Juden und Israelis zwei paar Schuhe, wie auch in Israel immer dann unterstrichen wird, wenn es gefällt.

Wenn Deutschland ein Freund Israels sein will, dann sollte es diesen Freund auch in die Schranken weisen dürfen. Man wäre verpflichtet, seinem Freund zu sagen: Du befindest Dich auf dem Irrweg!

Würde die Welt die Rechte der Palästinenser endlich durchzusetzen helfen, ein Grossteil der Spannungen wären vom Tisch. Der Iran hätte kaum noch Gründe für die heftige Rethorik, Terroristen verlören ein entscheidendes Fundament. Und die feindliche Grundeinstellung vieler Jugendlicher in der arabischen Welt gegenüber dem Westen würde ein Ende finden.

Aber die Welt will das wohl nicht.

Genauso aber scheut sich Israel, sich auch noch ganz Palästina einzuverleiben. Denn dann müssten sie den Palästinensern irgendwann auch volle Stimmrechte bei Wahlen geben. One man – one vote. Wie unangenehm das wäre. Die Ureinwohner auch noch mit Rechten auszustatten.

Was also tun mit den Palästinensern? Der heutige Premierminister Benajmin Netanyahuh hatte da offenbar schon in den 80er Jahren klare Vorstellungen:

„Israel should have taken advantage of the suppression of the demonstrations in China, while the world’s attention was focused on these events, and should have carried out mass deportations of Arabs from the territories. Unfortunately, this plan I proposed did not gain support, yet I still suggest to put it into action. „— Der Interessensoffenlegung halber sei gesagt, dass der Unterzeichner der Herausgeber des Buches „Encyclopedia of the Palestine Problem“ ist, woraus dieses Zitat stammt.

Wie lange will die Welt noch zuschauen?

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