NSA öffnet sich dem Publikum

Im Rahmen einer beispiellosen PR-Offensive der amerikanischen National Security Agency, die durch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden in Verruf geraten ist, gab die NSA heute bekannt, ab 1. August 2013 weltweit einen kostengünstigen Webhosting Service für jedermann anzubieten. Damit soll das Vertrauen der Weltbevölkerung in die guten und demokratischen Intentionen der USA unterstrichen werden.

Günstig, günstiger am günstigsten

Da andere Teile der Infrastruktur der NSA dadurch entlastet würden, werde Webhosting zu Preisen ab 1 US$/Monat angeboten.

Das Basispaket beinhaltet:

  1. 50GB Speicherplatz am weltweit sichersten Hostingplatz, dem Utah Data Center, dort wo auch ultrageheime Regierungsdaten der USA sowie sämtliche Emails, Telefonate, Skype-Gespräche der Bürger dieser Welt gelagert sind;
  2. 102 Emailadressen, davon 3 mit der prestigeträchtigen Endung „nsa.gov“;
  3. auf WordPress basierende, vorgefertigte Websites mit NSA eigenen, hypermodernen Spezialplugins wie „we don’t listen, „ultra-secure 8-bit encryption“, „50-digit-passwords“, und vieles mehr.

Proteste aus der Privatwirtschaft

Breiter Protest regt sich in der Privatwirtschaft. Der Direktor der World-Wide-Webservice-Association, WWWA, John Dotmy, konnte von der Redaktion nicht persönlich interviewed werden, erklärt aber in einem schriftlichen Statement: «Die Regierung hat sich noch nie in private Geschäfte eingemischt. Weshalb sie jetzt gleich einer ganze Branche mit Dumpingpreisen den Boden unter den Füssen wegziehen will, ist unbegreiflich. Wir werden uns mit aller Macht dagegen wehren.»

Nicht äussern wollte sich Dotmy zu der Frage, ob es wahr sei, dass das FBI ihn kürzlich wegen möglicher Datenlecks innerhalb der WWWA befragt habe.

Schweiz ist keine Alternative

Die deutsche Bundesregierung erklärt in einer Presseerklärung: «Wir gehen davon aus, dass auch die Daten deutscher Bürger nirgendwo sicherer sind als in den USA. Zwar hat die Schweiz kürzlich angeboten, in ihren tief in den Bergen versteckten Bunkern ein neues Datenzentrum aufzubauen. Allerdings konnten wir uns nicht auf den Direktzugriff durch unsere Behörden verständigen. Aufgrund der etwas schwierigen Vergangenheit der Schweizer, die grosse Verantwortung des Staates für den einzelnen Bürger richtig einzuschätzen, und dem Einzelnen daher zu viel Freiraum zu lassen, konnten wir die diesbezüglichen Verhandlungen leider nicht weiterführen. Das Angebot der Amerikaner ist alternativlos.»

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