Porsche verklagt Cayennepfeffer

Wie der Spiegel berichtet, darf sich die Cayenne-Escortagentur nicht mehr Cayenne-Escortagentur nennen. Porsche sah seine Markenrechte verletzt.

Vom scharfen Wagen zur scharfen Begleiterin sei es ja nicht sehr weit. Diese Verwechslungsgefahr konnte der Premiumhersteller nicht dulden. Im übrigen seien Cayenne-Damen nicht in der Sonderausstattungsliste des Hersteller aufgeführt. Immerhin ist bzw. war Cayenne-Escort, jetzt umbenannt in Pfeffer-Escort, ebenfalls ein Premiumanbieter. Ein Wochenende mit einem ihrer Hochleistungsprodukte, die in ihrer Eleganz durchaus einem Sportwagen Paroli bieten können, schlägt mit rund 2.500 Euro zu Buche.

Gerüchte, wonach einige der Damen sich in früheren Präsentationen bei Autoshows auf Produkten von Porsche geräkelt haben sollen, wies ein Unternehmenssprecher auf das Schärfste zurück.

Preisduell: Porsche schlägt Agentur

Da es sich bei den Cayenne-Damen um Mietmodelle handelt, könnte ein weitere Grund für die Streitigkeiten aber auch darin begründet liegen, dass ein ganzer Tag mit einem Porsche Cayenne bei seriösen Autovermietungen bei unter 250 Euro liegt, die Cayenne-Damen allerdings nicht für unter 1,000€/Tag zu haben sind. Das drohende Image eines „Billiglabels“ sollte wohl vermieden werden.

Nächster Gegner im Visier

Unmittelbar nach Prozessende verkündeten die Porsche Anwälte ihre nächsten Prozessgegner: Den aus gemahlenen Chillischoten bestehenden Cayennepfeffer. „Wir finden es unerträglich,“ so der Porscheanwalt Dr. Habich Recht, „dass ein billiger gemahlener Pfeffer rötlicher Färbung uns weiterhin mit dem Rotlichtmileu in Verbindung bringt. Wir werden diesen Pfeffer verbieten lassen.“

Da China mit 9 Millionen Tonnen für fast die Hälfte der weltweiten Cayennepfeffer-Produktion verantwortlich zeichnet und der Autohersteller dort zugleich seinen wichtigsten Zukunftsmarkt hat, bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Klage dort tatsächlich entwickelt. Gerüchte aus Peking besagen, dass der staatliche Cayennepfefferkonzern an einer Übernahme des Automobilherstellers interessiert sei.

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